Zivildienstgesetz-Revision: kibesuisse lehnt Vorlage ab
An der kommenden Volksabstimmung vom 14. Juni 2026 entscheidet das Stimmvolk über die Revision des Zivildienstgesetzes. Die geplanten Verschärfungen würden die Einsätze in der familienergänzenden Bildung und Betreuung massiv reduzieren, obwohl der Bedarf unverändert hoch ist. kibesuisse ruft deshalb dazu auf, sich für den Erhalt eines starken Zivildiensts zu engagieren und ein Nein in die Urne einzulegen.
Die Leistungen des Zivildiensts sind unverzichtbar, insbesondere in Pflegeheimen, Schulen und Spitälern, aber auch im Naturschutz und in der Landwirtschaft. Auch für die Organisationen der familienergänzenden Bildung und Betreuung sind der Bedarf an Zivis und ihr Stellenwert unbestritten. Von Anfang an hat sich kibesuisse deshalb für einen starken Zivildienst eingesetzt und als Teil einer breiten Allianz das Referendum gegen die Revision des Zivildienstgesetzes unterstützt.
Reduktion von Leistungen trotz anhaltender Notwendigkeit
Die Allianz hat das Referendum ergriffen, weil durch die geplanten Gesetzesänderungen die Anzahl Zulassungen zum Zivildienst um 40 Prozent gesenkt werden sollen. Anders gesagt: Die Leistungen des Zivildiensts werden massiv reduziert, obwohl sie notwendiger denn je sind. «Wer in Zeiten von Pflegenotstand den Zivildienst schwächt, hat das Problem nicht verstanden», hat der Zürcher GLP-Nationalrat Patrick Hässig an der Medienkonferenz der Allianz «Zivildienstgesetz Nein» vom 5. Mai erklärt.
Branche ist auf Zivis angewiesen
Mit Blick auf den akuten Fachkräfte- und Personalmangel in der Branche gilt diese Aussage genauso für die familienergänzende Bildung und Betreuung. Die Zivis würden für Einsätze in den Kindertagesstätten und schulergänzenden Tagesstrukturen fehlen, auf die letztere so dringend angewiesen sind. Die Zivis haben im vergangenen Jahr rund 115'000 Diensttage im Bereich «Kinder» geleistet. Dazu zählen Einsätze in Heimen, Schulen und heilpädagogischen Einrichtungen, aber auch in Kindertagesstätten und schulergänzenden Tagesstrukturen. Die familienergänzende Bildung und Betreuung steht zudem an zweiter Stelle bei der Anzahl der Kurse im Zivildienst (vgl. Statistiken 2025 ZIVI).
Vorlage ist unnötig und gefährlich
Die geplanten Verschärfungen im Zivildienstgesetz sind damit nicht nur unnötig, sondern auch kontraproduktiv und gefährlich. Deshalb appelliert kibesuisse an die Stimmberechtigten, an der Volksabstimmung vom 14. Juni 2026 ein Nein zur Zivildienstgesetz-Revision einzulegen.
Website der Allianz «Zivildienstgesetz Nein»
SRF-Arena, Teilnahme von Franziska Roth, Co-Präsidentin kibesuisse