09.07.2026

Städteinitiative Sozialpolitik: Finanzierung und Qualität in der Betreuung

An der Frühlingskonferenz der Städteinitiative Sozialpolitik standen Finanzierung und Qualität der familienergänzenden Bildung und Betreuung sowie der Austausch über kommunale Lösungen im Zentrum. Im Rahmen seiner Teilnahme zeigte kibesuisse auf, was eine gute familienergänzende Bildung und Betreuung ausmacht und wie diese finanziert werden kann.

Die Frühlingskonferenz der Städteinitiative Sozialpolitik vom 12. Juni 2026 in Chur war dem Thema «Gute Aufwachsbedingungen dank guter Kinderbetreuung» gewidmet. Mit Blick auf den Fachkräfte- und Personalmangel gibt es zahlreiche Bestrebungen in den Kantonen und auch auf kommunaler Ebene Anreize zu schaffen, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können. Dabei kommt die Finanzierung der Qualität der Betreuungsangebote oft zu kurz – und dies, obwohl Einigkeit darin besteht, wie entscheidend die Qualität ist, um aus Kindswohlsicht die bereits angesprochenen gutenAufwachsbedingungen zu ermöglichen.

Nützliche Leitgedanken für gute Betreuungsqualität

Die rund 60 Teilnehmenden der Konferenz konnten zwischen fünf verschiedenen Fokusgruppen im Workshop-Format wählen. Die Städteinitiative Sozialpolitik hatte kibesuisse eingeladen, eine dieser Fokusgruppen zu leiten. In seinem Workshop gingen die beiden Verbandsvertreterinnen mit zwei Kurzinputs darauf ein, welche Finanzierungsmodelle aus Sicht des Verbandes nachhaltig und wirksam sind und die Finanzierung von Qualität mit einbeziehen. An konkreten Umsetzungsbeispielen zeigten sie diese Zusammenhänge auf und regten damit an, die eigene Angebotsstrategie in den Städten weiterzuentwickeln. Folgende Botschaften gab kibesuisse den Teilnehmenden als politische Leitgedanken für eine gute Betreuungsqualität mit auf den Weg.

1. Betreuungsqualität gesetzlich verankern und finanziell unterstützen
Ein bedarfsgerechtes Angebot hilft nur, wenn es qualitativ hochwertig ist.

2. Investitionen als Prävention verstehen
Jeder Franken in familienergänzende Bildung und Betreuung spart später Kosten im Schul-, Sozial- und Gesundheitssystem und generiert höhere Steuereinnahmen durch erhöhte Erwerbstätigkeit der Eltern.

3. Familienergänzende Bildung und Betreuung als Teil des Bildungssystems anerkennen
Nicht als Anhängsel, sondern als erste Bildungsstufe.

Im anschliessenden Vernetzungsteil bot der Workshop Raum, diesen Leitgedanken sowie weiteren Fragen nachzugehen, eigene Erfahrungen zu Möglichkeiten und Grenzen auszutauschen sowie neue Lösungsansätze zu diskutieren. Finanzierungsmodelle und Qualität waren auch der Fokus einer Podiumsdiskussion im Rahmen der Frühlingskonferenz, an der neben Verantwortliche aus Freiburg und Chur auch ein Vertreter von kibesuisse teilnahm.